Forum Jugendgesundheit

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Willkommen beim Interdisziplinären Forum Jugendgesundheit!

Schirmherr: Karl-Josef Laumann (Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen)

Gemeinsam Verantwortung übernehmen für die Gesundheit und Entwicklung Jugendlicher: Jugendliche stehen heute vor vielfältigen Herausforderungen, die ihre körperliche, seelische und soziale Entwicklung beeinflussen. Gesellschaftliche Veränderungen, neue Lebensrealitäten und wachsende gesundheitliche Anforderungen machen eine ganzheitliche und vernetzte Begleitung junger Menschen wichtiger denn je.

Die Kommission Jugendmedizin des Bündnisses KJG lädt Sie herzlich zum Interdisziplinären Forum Jugendgesundheit am 5.- 6.2.2027 im Universitätsklinikum Essen ein. Ziel des Forums ist es, für die Jugendgesundheit zu sensibilisieren, den interdisziplinären Austausch und die Vernetzung unterschiedlicher Berufsgruppen zu fördern und praxisnahe Lösungsansätze zu entwickeln.

Teilnahmegebühren: 250 € (Ärzt:innen) | 200 € (andere Berufsgruppen)

Freuen Sie sich auf einen interdisziplinären Fachtag mit Impulsen aus unterschiedlichen Fachrichtungen, Diskussionen und neue Kontakte!

Programm

Freitag, 5.2.2027

12:00 – 12:45 

Anmeldung & Get Together

12:45 – 13:00 

Begrüßung

13:00 – 13:30 

Vortrag 1: Einführung / Überblick
(Dr. med. Ilona Berg / Schirmherrschaft und Grußbotschaft Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister NRW)

13:30 – 14:00 

Vortrag 2: Politik
(Karl-Josef Laumann, angefragt)

14:00 – 14:30 

Vortrag 3: Jugendliche mit chronischen Erkrankungen in der Schule – Herausforderungen und Hinweise für eine gute Begleitung und Teilhabe
(Prof. Dr. med. Michael Frosch, Universität Witten/Herdecke)

14:30 – 15:00 

 

(Silke Müller, Bildungsexpertin, 1. Digitalbotschafterin Niedersachsens)

Wie Social Media und KI die Gesundheit junger Menschen verändern und warum wir Erwachsenen endlich Verantwortung übernehmen müssen.

Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, in der soziale Medien nicht nur ihren Alltag begleiten, sondern zunehmend ihr Selbstbild, ihre Beziehungen und ihre Vorstellung von einem gelungenen Leben prägen. Algorithmen entscheiden mit, was sie sehen, wem sie nacheifern und womit sie sich vergleichen. Künstliche Intelligenz wird zum Gesprächspartner, manchmal sogar zum vermeintlichen Freund. Währenddessen nehmen psychische Belastungen, Einsamkeit und der Druck, ständig dazugehören und funktionieren zu müssen, einen immer größeren Raum ein.

Doch wie lange wollen wir eigentlich noch darüber diskutieren, was digitale Medien mit jungen Menschen machen, ohne darüber zu sprechen, was wir Erwachsenen dagegen tun können und müssen?

Silke Müller nimmt die Teilnehmer mit in die digitalen Lebenswelten junger Menschen und zeigt, warum wir die Gesundheit junger Menschen heute nicht mehr unabhängig von Social Media und KI betrachten können. Sie beleuchtet die Zusammenhänge zwischen digitalen Plattformmechanismen, psychischer Belastung, Selbstwertgefühl und Beziehungsfähigkeit und stellt die Frage, welche Verantwortung Medizin, Pädagogik, Jugendhilfe, Politik und Eltern gemeinsam tragen.

Dabei geht es nicht um Technikverbote als einfache Antwort, sondern um wirksamen Schutz, verbindliche Regeln, frühzeitige Prävention und Erwachsene, die selbst wieder Orientierung geben.

Jugendliche brauchen nicht noch mehr Appelle, mit einer digitalen Welt zurechtzukommen, die wir Erwachsenen selbst kaum beherrschen. Sie brauchen Menschen und Institutionen, die Verantwortung übernehmen, bevor aus digitalen Risiken gesundheitliche Krisen werden.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen darf nicht erst beginnen, wenn sie krank werden.

15:00 – 15:45 

Kaffeepause

15:45 – 16:10 

Vortrag 5: Schnittstellen pädiatrischer Versorgung (Impfung, Aufklärung, Verhütung)
(Dr. med. Johanna Harris)

16:10 – 16:35 

Vortrag 6: Transition
(PD Dr. Gundula Ernst, Med. Hochschule Hannover)

16.35 – 18:00 

Vorstellung von erprobten Interventionen mit anschließendem Diskussionsforum
1. MEDdirekt: Medizinstudierende werden Gesundheits-Coaches (Prof. Dr. Rainer Büscher)
2. Verrückt? Na und! Schultage zur Prävention psychischer Krisen (Simone Himmelberg-Krüger (Irrsinnig menschlich e.V.)
3. Mit Sicherheit verliebt (N. N.)

Samstag, 6.2.2027

8:00 – 9:00 Einlass & Anmeldung
9:00 – 9:30 Einführung in die Workshops
9:30 – 11:30 Workshops (7 Sessions parallel)

Referierende: Michael Achenbach, Dr. med. Ilona Berg

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen zu erkunden, was gute Kommunikation mit Jugendlichen ausmacht – und dabei Ihre Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen einzubeziehen.

Denn Kommunikation mit Jugendlichen ist mehr als die Wahl der richtigen Worte: Nähe und Distanz, Augenhöhe und Asymmetrie, Blickkontakt, Schweigen und die eigene Haltung beeinflussen, ob ein Gespräch gelingt oder scheitert.

In kleinen „Kommunikationsexperimenten“ erfahren Sie selbst, wie sehr diese Faktoren ein Gespräch verändern können. Sie probieren unterschiedliche Gesprächssituationen aus, wechseln die Perspektive und erleben, was Kommunikation öffnet – und was sie erschwert.

Gemeinsam ordnen wir das Erlebte ein, verknüpfen es mit Erkenntnissen der Kommunikationstheorie und übertragen die gewonnenen Erfahrungen auf konkrete Gesprächssituationen in Ihrem eigenen beruflichen Alltag.

Welche Vorstellungen verbinden Sie mit diesem Workshop? Welche Schwerpunkte sollten wir berücksichtigen? Teilen Sie uns Ihre Wünsche gerne mit über kontakt@buendnis-kig.de! 

Referierender: Dr. med. Markus Koch (DGSPJ e.V.)

Jugendliche haben vielfältige gesundheitliche Bedarfe – doch der Weg zur passenden Versorgung ist nicht immer einfach. Fehlende Informationen und Orientierung, Angst vor Diskriminierung, persönliche Vorbehalte oder familiäre Hürden können dazu führen, dass Angebote nicht oder zu spät wahrgenommen werden.

Der Workshop fragt: Was hält Jugendliche davon ab, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen – und was erleichtert ihnen den Zugang? Gemeinsam werden Ansätze diskutiert, wie Barrieren abgebaut, Vertrauen gestärkt und Gesundheitsangebote so gestaltet werden können, dass sie Jugendliche tatsächlich erreichen.

Referierende: Lukas Hernicht (junge Selbsthilfe), Susann Schrödel (Kindernetzwerk)

Ein Workshop aus der Perspektive junger Betroffener.

Weitere Informationen folgen in Kürze!

Referierende: PD Dr. Gundula Ernst, Robert Jeschke

Weitere Informationen folgen in Kürze!

Referierende: Prof. Dr. med. Jochen Seitz, Dr. med. Gabriele Trost-Brinkhues

Die Inzidenz psychischer Erkrankungen von Jugendlichen ist in den letzten Jahren angestiegen.

Der Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters LVR Universität Essen, Herr Prof. Dr. Jochen Seitz, wird in seinem Input zu diesem Seminar die Entwicklungen und das aktuelle Wissen zu Essstörungen und anderen psychischen Erkrankungen vorstellen sowie zu der allgemein zunehmenden subjektiven Belastung von Jugendlichen seit der Corona-Epidemie Stellung beziehen.

Gemeinsam mit Ihnen werden wir danach in die vertiefende Diskussion einsteigen.

Referierender: Prof. Dr. med. Rainer Büscher

Das MEDdirect „Train the Trainer” – Seminar befähigt die Teilnehmenden, als Gesundheitscoaches für Jugendliche aus vulnerablen Gruppen zu agieren. Ziel des Programms ist es, gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern und die medizinische Ausbildung um eine praxisnahe, sozialmedizinische Komponente zu erweitern.

Der Workshop kombiniert exemplarisch theoretische Grundlagen mit praxisorientierten interaktiven Methoden. In theoretischen Inputs erwerben die Teilnehmenden Wissen über Gesundheitskompetenz, Kommunikation und die spezifischen Lebenswelten vulnerabler Jugendlicher. Praktische Übungen, Fallbeispiele und simulierte Coaching-Situationen stärken die Beratungskompetenz. Durch begleitende Reflexionsrunden wird das eigene Rollenverständnis geschärft.

Als ausgebildete Gesundheitscoaches vermitteln die Teilnehmenden Schülerinnen und Schülern niederschwellig Wissen zu Themen wie Ernährung, Hygiene, mentale Gesundheit und Bewegung. Sie stärken das Gesundheitsbewusstsein der Jugendlichen direkt in deren Alltag. Gleichzeitig entwickeln die Teilnehmenden essenzielle Kompetenzen in der patientenzentrierten Kommunikation und schärfen ihren Blick für soziale Deteminaten von Gesundheit. Das Projekt verbindet so effektive Präventionsarbeit vor Ort mit einer zukunftsorientierten ärztlichen Ausbildung.

Referierende: Arbeitsagentur / Leiter Berufsbildungswerk

Wie kann Berufsbildung gelingen, wenn junge Menschen mit psychischen oder körperlichen Funktionseinschränkungen ihren Weg in Ausbildung und Beruf suchen?

Im Mittelpunkt stehen nicht Defizite, sondern Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungspotenziale. Welche Chancen und Hürden bestehen und welche Strukturen und Unterstützungsangebote braucht es für einen erfolgreichen Übergang ins Arbeitsleben?

Gemeinsam werden Perspektiven für eine Berufsbildung diskutiert, die individuelle Potenziale erkennt und fördert, neue Wege eröffnet und nachhaltige berufliche Teilhabe ermöglicht.

11:30 – 12:00

Pause

12:00 – 13:30

Ergebnispräsentation

13:30 – 14:00

Zusammenfassung und Ausblick

14:00 – 14:30

Lunchpakete

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Mitwirkende

Silke MüllerBildungsexpertin, Digitalbotschafterin, Bestsellerautorin

Silke Müller (geb. 1980) ist Publizistin, Bestseller-Autorin, europaweit gefragte Keynote-Speakerin und eine der prägnantesten Stimmen für digitale Ethik, gesellschaftliche Transformation und Bildung. Ihre Erfahrung aus 16 Jahren Schulleitung und ihr tiefes Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge machen sie zu einer gefragten Stimme in der öffentlichen Debatte.

Sie kämpft für eine ethische und demokratische Werteerziehung – auch und vor allem in der digitalen Welt. Daneben ist sie ständige Beraterin für das Forum Bildung Digitalisierung e.V., sitzt im Begleitgremium des BMBF-Kompetenzzentrums für digitales Unterrichten und ist Beirätin der Initiative Weitklick des FSM e.V. Zudem wirkt sie als Gutachterin für das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das DLR und die Robert Bosch Stiftung.

Prof. Dr. med. Lars PapeKlinikdirektor Kinderklinik II, Universitätsklinikum Essen
Ltd. Arzt KfH-Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche Essen

Prof. Pape studierte Medizin in Hannover, Toronto und Montreal und absolvierte seine Ausbildung zum Kinder- und Jugendarzt an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Er habilitierte sich im Jahr 2005 über die chronische Transplantatnephropathie und wurde 2009 zum Professor ernannt. Ab 2005 war er Oberarzt der Kindernephrologie sowie leitender Arzt des KfH-Nierenzentrums und ab 2009 leitender Oberarzt der Klinik für pädiatrische Nieren-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen.

Von 2014-2020 hatte er die W3-Professur für pädiatrische Nephrologie an der MHH inne und war stellvertretender Direktor der Klinik.

Seit September 2020 ist er Direktor der Kinderklinik II der Universitätskinderklinik Essen und leitender Arzt des KfH-Nierenzentrums für Kinder und Jugendliche in Essen.

Er ist unter anderem Generalsekretär der Deutschen Transplantationsgesellschaft, Immediate Past Presient der International Society of Pediatric Transplantation (IPTA), Schatzmeister der Gesellschaft für Transitionsmedizin, Chair des ESPN-Working Group sowie ESPN-Council-Mitglied und Co-Vorsitzender des Arbeitskreises Transplantation der Gesellschaft für pädiatrische Nephrologie. Er wurde mit verschiedenen nationalen und internationalen Preisen, unter anderem den Rudolf-Pichelmayr-Preis der Deutschen Transplantationsgesellschaft ausgezeichnet.

Fachrichtung/Arbeitsschwerpunkt:

Kindernephrologe, Transplantationsmediziner
Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist das Monitoring der Immunsuppression und von Infektionen nach Transplantation, die Optimierung der immunsuppressiven Therapie, das Erstellen und Validieren von Proteommustern für kindliche Erkrankungen, die Digitalisierung der Transplantationsmedizin sowie die Durchführung verschiedenster klinischer Studien in der Kindernephrologie und Transplantationsmedizin. 

Weitere Profile der aktiv Mitwirkenden folgen in Kürze.

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Veranstaltungsort

Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät, Universität Duisburg-Essen
Virchowstrasse 163a
Essen 45147

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Anmeldung

Blank Form (#4)

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